Anja
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Wie lernt man am besten: Voraussetzungen und Lerntechniken für eine erfolgreiche Wissensaneignung

Ob Abitur, Klausur oder Examen – im Leben laufen Dir immer wieder Prüfungen über den Weg. Allein dieser Gedanke löst Unbehagen bei Dir aus, da das Lernen eine pure Qual für Dich ist? Das liegt höchstwahrscheinlich daran, dass Du nicht richtig lernst!

In diesem Artikel sammelst Du wertvolle Tipps und Hinweise, die Dir dabei helfen, Informationen effizienter aufzunehmen. Du verschaffst Dir einen Überblick über die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Lernprozess und lernst einige der bewährtesten Lerntechniken kennen. Mit diesen Hilfen wird das Pauken zum Kinderspiel!

Wie lernt man richtig? Der perfekte Ort zum Wissen aneignen

Eine Grundvoraussetzung, um effektiv lernen zu können ist eine angemessene Umgebung bzw. Atmosphäre:

 

  • Plane feste Lernzeiten ein.
  • Suche Dir einen Platz, an dem Du Dich wohlfühlst und an dem Du Dich gut konzentrieren kannst.
  • Verbanne sämtliche Formen der Ablenkung (das Handy, den Fernseher etc.).

 

  • Wie lernt man am besten? In der richtigen Umgebung schaltet das Gehirn schneller und besser in den Lernmodus.

 

Denke positiv!

„Ich bin eine Null in Mathe“, „Ich kann das sowieso nicht“ – diese und ähnliche Sätze kommen Dir nur allzu bekannt vor? Mach Schluss mit solchen negativen Gedanken! Diese hemmen nämlich Deine Aufnahmefähigkeit, indem sie sich im Unterbewusstsein einnisten. Tausche die (Selbst-) Zweifel stattdessen durch positive Formulierungen, wie die folgenden aus:

 

  • „Das ist zwar schwierig, aber ich schaffe das!“
  • „Ich finde für jedes Problem eine Lösung!“
  • „Wer es nicht versucht, hat schon verloren“.

 

  • Zusatztipp: Jeder macht Fehler. Und das ist auch gut so! Denn Fehler sind dazu da, um aus ihnen zu lernen. Sei beim Lernen nicht zu hart zu Dir selbst und gib nicht sofort auf, wenn Du eine Aufgabe nicht auf Anhieb schaffst.

 

Das Zauberwort lautet Ausgewogenheit

Was sehr viele Lernende – ob Schüler oder Studierende – falsch machen: Sie gönnen ihrem Gehirn nicht genügend Pausen. Dabei sind ausreichend Erholung und Schlaf überaus wichtig, um das Gelernte verarbeiten zu können und neue Energie für die nächste Sitzung zu tanken.

Zugegeben: Wenn die Klausur vor der Tür steht und die Zeit langsam knapp wird, tendiert man dazu, alles stehen und liegen zu lassen, um sich auf das Lernen zu fokussieren. Besser ist es jedoch, genügend Zeit für die Klausurvorbereitung einzuplanen (s. nächster Abschnitt) und die Lernphasen durch ausreichend Bewegung, eine ausgewogene Ernährung etc. zu optimieren.

 

  • Wie lernt man am besten? Stehe einmal in der Stunde vom Schreibtisch auf, um Dir fünf Minuten lang die Beine zu vertreten. So bleibst Du im Lernmodus, ohne „den Durchblick zu verlieren“.

 

Bringe Struktur in Deinen Lernprozess!

Wie bereits angedeutet, brauchst Du genügend Zeit, um den Lernstoff bewältigen zu können. Dementsprechend ist eine gute Vorbereitung die halbe Miete. Konkret bedeutet das, dass Du früh genug mit dem Lernen beginnen solltest. Außerdem ist der Lernprozess in die Bereiche vorbereiten, lernen, wiederholen und überprüfen zu unterteilen:

 

  1. Sammle alle Quellen und Materialien, die Du zum Lernen brauchst.
  2. Gehe die Unterlagen mehrmals durch.
  3. Gib die Inhalte in Deinen eigenen Worten wieder (schriftlich und/oder mündlich).
  4. Finde eigene Beispiele für die Lerninhalte und überprüfe Dein Wissen anhand von Exemplaraufgaben.

 

  • Wie lernt man am effektivsten? Hast Du schon einmal vom Paretoprinzip (auch: Pareto-Effekt, 80-zu-20-Regel) nach Vilfredo Pareto gehört? Dieses besagt, dass 80 % eines Ergebnisses mit 20 % des Gesamtaufwandes erreicht werden. Das heißt: Dein Lernerfolg hängt zum großen Teil von dem ab, womit Du (womöglich) am wenigsten Zeit verbringst. Die Rede ist von der (guten) Vorbereitung!

 

Wie lerne ich am besten? Verschiedene Lernertypen

Weißt Du, was für ein Lerntyp Du bist? Je nach individuellen Vorzügen lernst Du mit einem (oder mehreren) Deiner Sinne am besten:

 

  • Visuelle Lerner können sich Informationen besonders gut einprägen, wenn sie Texte lesen, ein Schaubild betrachten o.Ä.
  • Der auditive Lerner speichert Wissen in erster Linie durch (Zu-) Hören ab.
  • Motorische Lerntypen profitieren davon, wenn sie den Lernstoff selbst ausprobieren können. Dieser Lerntyp braucht viel Bewegung während des Lernprozesses.
  • Der kommunikative Lerner bevorzugt den Austausch mit anderen und lernt am besten, wenn er den Stoff in einer Gruppe diskutieren kann.

 

  • Wie lernt man am besten? Wenn Du herausfindest, welcher Typ von Lerner Du bist, kannst Du die für Dich passenden Materialien und Strategien auswählen.

 

Bewährte Lerntechniken für die Wissensaneignung

Die meisten SchülerInnen und Studierenden lesen sich den zu verinnerlichenden Stoff schlichtweg stur durch. Dass dabei keine Freude aufkommt, verwundert kaum! Es gibt aber durchaus eine Vielzahl an Methoden, die für Abwechslung beim Lernen sorgen und die Erinnerungsleistung maximieren. Einige dieser bewährten Lerntechniken lernst Du im Folgenden kennen.

 

  • Eine Mindmap hilft dabei, Dir bestimmte Zusammenhänge einzuprägen. Mit dieser einfachen, aber effektiven Methode der Visualisierung behältst Du den Überblick über komplexe Aspekte und Du fasst wichtige Infos auf engem Raum zusammen.
  • Bei der Loci-Methode bringst Du das zu Lernende mit Dir bekannten Orten in Verbindung. Das ist besonders hilfreich, wenn Du Dir eine Reihenfolge einprägen musst. Ordne jedem Punkt auf einer imaginären Route eine Information zu und gehe diesen Weg im Geiste ab, um das Gelernte abzurufen.
  • Gehörst Du zur Gruppe der auditiven Lerner, kann es sinnvoll sein, einen eigenen Podcast Der Vorteil: Du beschäftigst Dich bereits bei der Aufnahme intensiv mit dem Thema und kannst es Dir anschließend immer wieder anhören – ob unterwegs, auf dem Sofa oder vor dem Zubettgehen.
  • Karteikarten sind quasi der Klassiker in Sachen Lerntechniken. Sie helfen Dir umso mehr, wenn Du „der visuelle Lerntyp bist“. Du kannst den Lernstoff aber nicht einfach nur übersichtlich zusammenfassen, sondern durch verschiedene Farben, Formen u.Ä. ergänzen, um Dir die Inhalte besser merken zu können.

Ein weiterer Vorteil dieser altbewährten Methode: Du bist beim Überprüfen (s.o.) nicht auf andere angewiesen. Stattdessen fragst Du Dein Wissen ganz einfach selbst ab. Da Du Dich beim Erstellen Deiner Karteikarten bereits intensiv mit einem Thema beschäftigst (indem Du Dir das richtige Konzept zum Aufschreiben überlegst), hat die Lerntechnik einen mehrfachen Lerneffekt.

 

Wie lernt man am besten – Resümee

Wie in diesem Artikel gezeigt, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, um das Lernen angenehmer und effektiver zu gestalten. Setze die Grundvoraussetzungen (produktive Lernumgebung etc.) um und nutze die vorgestellten Techniken, um Deinen Lernprozess zu optimieren und Dich optimal auf eine Prüfung vorzubereiten. Behalte dabei im Hinterkopf, dass es nicht genügt, wenn Du Dir den Lernstoff einfach nur „stumpf“ durchliest. Stattdessen musst Du Dich intensiv mit ihm beschäftigen, damit Dein Gehirn die Informationen abspeichern kann. Hierzu gehört auch, dass Du nicht erst kurz vor einer Klausur mit dem Pauken beginnst.

 

  • Abschließender Tipp: Die Didaktik weiß, dass es sich nicht lohnt, am letzten Tag vor einer Prüfung zu lernen. Stattdessen braucht das Gehirn eine Pause, um die Informationen im Langzeitgedächtnis verankern zu können.

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