Pressemitteilung / 07. November 2009

Universitätsleitung lässt Studierende aus dem Auditorium Maximum entfernen

Für Solidarität und freie Bildung

Am Abend des 5. November wurde das Auditorium Maximum der Philipps-Universität Marburg von Studierenden besetzt. Durch diese Aktion wurde ein Freiraum geschaffen. Die Nutzung sollte den Studierenden zu Gute kommen und die Diskussion über Bildung vorantreiben. Die Besetzung erfolgte im Anschluss an eine Informationsveranstaltung der Bildungsstreik-Initiative Marburg.

Diese klärte über das neue Hessische Hochschulgesetz, die besondere Machtposition des Hochschulrates und den Bildungsstreik in der Global Week of Action vom 9. bis 18. November auf.

Der Freiraum war für alle Interessierten offen, sich mit der zunehmenden Ökonomisierung, Bürokratisierung und Hierarchisierung der Universität auseinander zu setzen. Es haben sich innerhalb kurzer Zeit über Nacht Arbeitskreise gebildet und begonnen inhaltlich zu arbeiten um konstruktive Vorschläge für die Lösung der Konflikte zwischen Universitätsleitung und Studierenden zu entwickeln. Die Pressesprecherin der Universität Marburg, Frau Dr. Viola Düwert,erklärte am heutigen Morgen gegenüber der Öffentlichkeit:
“Da das Wochenende bevorsteht und keine Lehrveranstaltungen gefährdet sind, warten wir einfach ab.” Um 15:05 Uhr desselben Tages kam Lars Schwitalla, der Verantwortliche für Gebäudemanagement der Universität Marburg, in Begleitung von Polizeieinsatzkräften in den Hörsaal. Schwitalla teilte den Anwesenden mit dass das Audimax binnen zehn Minuten zu räumen sei. Anderenfalls würde man das Gebäude unter Einsatz der Polizei gewaltsam
räumen lassen.

Diese Newsmeldungen könnten Dich auch interessieren:

Man wechselt Diebe, wie man Minister wechselt.
(Christina von Schweden)