Pressemitteilung / 17. November 2009

Auf die Straße und ins Rektorat

Bildungsstreik 2009

Heute beginnt die „Global Week of Action“, in der weltweit dezentrale Protestgruppe gegen die Verwirtschaftlichung von Bildung kämpfen. Der Höhepunkt der Aktionswochen sind die morgigen dezentralen Demonstrationen in vielen Städten auf der ganzen Welt. Mit einer Demonstration anlässlich der Vollversammlung der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) am 24. November in Leipzig gibt es auch eine bundesweite Protestveranstaltung. Das Ende der Aktionswochen stellt die Blockade der Kultusministerkonferenz (KMK) unter dem Motto „Kultusminister nachsitzen“ am 10. Dezember in Bonn dar.

„Wir fordern zusammen mit über 100 Bildungssteikbündnissen die komplete Abschaffung von Studiengebühren und das Ende der Verwirtschaftlichung unserer Bildung!“, so Alexander Lang, Sprecher, des Bündnisses. Schleswig-Holstein ist das einzige gebührenfreie Bundesland. Lang kritisiert: „In allen anderen Bundesländern wird soziale Ungerechtigkeit und Ausgrenzung durch Gebühren gerechtfertigt. Mit kreativen Bezeichnungen wie „Verwaltungskostenbeiträge“ werden die Gebühren oft versteckt. Für uns ist klar: Studiengebühren müssen in jeglicher Form abgeschafft werden!“

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Wir wollen uns völlig klar darüber sein, dass der Nationalismus ein Laster ist. Wir meinen mit ‚Nationalismus‘, jede übergebührliche Betonung der Nationalität… Der Nationalismus ist ein Laster, weil er sein Augenmerk auf vergleichsweise belanglose Dinge lenkt… und dabei das Wesentliche übersieht, das einfach darin besteht, dass er (jeder Mensch) ein Mensch ist. (…) Was macht es schon aus, dass ich Englisch spreche und jemand anders Deutsch, dass meine Haut weiß ist und die eines Negers schwarz ist, dass ich Jude bin und mein Nachbar anderen Glaubens… Lasst uns denn im Namen der Vernunft und des gesunden Menschenverstandes diese Unterschiede vergessen, damit wir uns unseres gemeinsamen Menschseins erinnern.
(Victor Gollancz)