Pressemitteilung / 25. April 2010 - 22:00 Uhr

19. Sozialerhebung macht Mängel im deutschen Bildungssystem mehr als deutlich

Durchschnittsstudent

Auf dem 3. Sächsischen Studierendentreffen am vergangenen Wochenende an der TU Dresden wurde auch die 19. Sozialerhebung des deutschen Studentenwerkes ausgewertet.

Die Studierenden, die aus allen sächsischen Hochschulen zu diesem Vernetzungs- und Weiterbildungsseminar angereist waren, bemängeln vor allem den Trend zur sozialen Selektivität. Zwar studieren mehr Kinder aus Nichtakademikerfamilien, aber die meisten Studierenden haben trotzdem weiterhin studierte Eltern.

Armin Grundig, Geschäftsführer Soziales im Studentenrat der TU Dresden: „Pünktlich nach dem Beschluss der 23. BAföG-Novelle werden den Studierenden endlich Zahlen offen gelegt. Diese lassen erkennen, dass die Verbesserung in der Studienfinanzierung weder ausreicht noch bedarfsdeckend angelegt ist. Es muss endlich eine Wende im System geben. Der Weg aus Stipendien, BAföG und Darlehns ist vor allem für Studierende aus einkommensschwachen Familien in eine Sackgasse.“

Studierende haben durchschnittlich in der Woche einen Zeitaufwand von 36 Stunden in der Uni abzuleisten. Durch die unzureichende Finanzierung und die daraus resultierende Notwendigkeit, neben dem Studium zu Jobben sowie den Zeitaufwand für Vor- und Nachbereitung steigert sich die Wochenarbeitszeit auf mehr als 50 Stunden. „Seminare aus Interesse zu besuchen, das Aneignen einer Sprache oder der Blick über den Tellerrand werden damit verhindert,“ meint Michael Moschke, Sprecher der Konferenz Sächsischer Studierendenschaften.

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