News / 17. November 2011 - 23:00 Uhr

Bundesweit tausende SchülerInnen und Studierende auf der Strasse

Heute fanden bundesweit zahlreiche Demonstrationen von SchülerInnen und Studierenden statt. Bundesweit war in über vierzig Städten dazu aufgerufen worden, für Solidarität und freie Bildung auf die Straße zu gehen.

In Darmstadt gingen 1500 empörte Menschen auf die Straße. Nach Vollversammlungen liefen SchülerInnen und Studierende geschlossen zum Luisenplatz, von wo aus ein Demonstrationszug durch die Innenstadt Darmstadts stattfand. Anschließend strömten 200 Demonstrationsteilnehmer*innen in das Justus-Liebig-Haus um einen Freiraum für die Entstehung einer neuen Bewegung zu schaffen und Diskussionsprozesse in Gang zu setzen. Im Laufe des Tages fanden Workshops und Plena statt, in denen die Bewegung mitgestaltet und die Themen der Demonstration weiter besprochen wurden. Der so entstandene Freiraum soll als Forum genutzt werden, um die neue Bewegung zu strukturieren und sich weiter über Themen auszutauschen. Alle seien eingeladen, sich an dem Diskussionsprozess zu beteiligen und den Druck auf die Verantwortlichen weiter auszubauen.

Auch in München bewegte sich etwas: die Studierendenvertretung der LMU rief eine
Vollversammlung im Anschluss an die Bildungsproteste ein. Diese fand im Hauptgebäude statt. Die Univerwaltung droht den circa 50 Studierenden sie polizeilich zu räumen. Die Studierendenvertretung als einzig demokratisch legitimiertes Gremium an der Universität München forderte die Vollversammlung und ihren bildungspolitischen Protest fortzusetzen. Die Univerwaltung hatte mehrere Türen des Hörsaales abgeriegelt.

In Freiburg forderten die DemonstrantInnen u.a. die Abschaffung des mehrgliedrigen Schulsystems und kostenfreie Bildung für alle. Zu der Demonstration aufgerufen hatte das Freiburger Bildungsstreikbündnis, unterstützt wurde sie unter anderem vom u-asta der Uni Freiburg, der Studierendenvertretung der Katholischen Hochschule, der Gewerkschaft GEW und vom UStA der PH Freiburg, sowie von verschiedenen politischen Jugendgruppen.

Weitere Zahlen:

  • Potsdam 400
  • Hildesheim > 1000
  • Berlin 6000 – 7000
  • Dortmund 1200 – 1500
  • Freiburg > 500
  • Nürnberg > 1000
  • Bochum 300 + ein schlagender Lehrer, als eine Schule gestürmt wurde
  • Frankfurt 2000
  • Bonn 100
  • Köln 3500
  • Bremen 3000 (davon 1500 von Gewerkschaften)
  • Essen 300

Gesamt: > 20000

Die fast unlösbare Aufgabe besteht darin, weder von der Macht der anderen, noch von der eigenen Ohnmacht sich dumm machen zu lassen.
(Theodor W. Adorno - Minimal moralia # 34)