News / 18. October 2011 - 22:00 Uhr

AStA reagiert mit zwei Veranstaltungen auf Treffen rechter Burschen

Nachdem bekannt wurde, dass am kommenden Wochenende ein Treffen mehrerer Burschenschaften des rechten Dachverbandes Deutsche Burschenschaft stattfindet, plant der AStA zwei Veranstaltungen zum Thema Verbindungen.

Wanda Erdmann, Sprecherin des Antifa-Antira-Referates sagte: "Gerade für Erstsemester sind Verbindungen und Burschenschaften oftmals noch unbekannt. Wir wollen mit zwei inhaltlichen Veranstaltungen darüber informieren und unsere Kritik am Verbindungswesen deutlich machen. Ihre nationalistischen und sexistischen Positionierungen stehen dabei genauso im Fokus, wie die mangelnde Distanz von vermeintlich liberaleren Verbindungen zu offen rechten Burschenschaften."

Zunächst soll ein Stadtrundgang durchgeführt werden, bei dem der ehemalige Verbindungsstudent Stephan Peters kritisch über die Marburger Verbindungen berichtet. Der Rundgang findet am 7.11.2011 statt und beginnt um 16h an der Alten Universität. Am darauf folgenden Donnerstag, dem 17. November im Hörsaalgebäude, wird dann der Journalist Jörg Kronauer über die rechten Auswüchse der Verbindungen referieren.

Erdmann weiter: "Wir wollen den Erstsemestern und natürlich auch allen anderen Interessierten deutlich machen, was an Verbindungen kritikwürdig ist. Wir wollen auch Studierende davor bewahren auf billige Zimmerangebote hereinzufallen oder auf vermeintlich nette Cocktail-Partys zu gehen, hinter denen sich rechte Verbindungen verstecken."

Wer sich tiefer mit dem Thema befassen will, findet auf der Internetseite “Vorsicht Fuchsjagd” http://fuchsjagd.blogsport.de nähere Informationen, die vom AStA unterstützt wird. Dort haben verschiedene Personen Informationen zum Thema Verbindungen gesammelt. “Fuchsjagd” ist im Jargon der Verbindungen ein Ausdruck für das Anwerben von neuen Mitgliedern, die sich zunächst als “Fuchs” oder “Fux” bewähren müssen, bevor sie ein Bursche werden.

Wir sind die Zweitgeborenen der Geschichte, Leute! Männer ohne Zweck, ohne Ziel. Wir haben keinen großen Krieg, keine große Depression. Unser großer Krieg ist ein spiritueller. Unsere große Depression ist unser Leben. Wir wurden vom Fernsehen aufgezogen, in dem Glauben, das wir alle irgendwann einmal Millionäre werden, Filmgötter, Rockstars. ...Werden wir aber nicht! Und das wird uns langsam klar. Und wir sind kurz, ganz kurz vor'm Ausrasten.
(Aus: Fightclub)