News / 10. April 2010 - 22:00 Uhr

AStA der Uni Köln fordert umfassende Bildungsreform

Die derzeitigen Zustände und Entwicklungen im Bildungssystem sind nicht weiter hinnehmbar! Weltweit sind Umstrukturierungen aller Lebensbereiche nicht mehr gemeinwohlorientiert, sondern den sogenannten Gesetzen des Marktes unterworfen. Seit ein paar Jahren ist auch das Bildungssystem in den Fokus solcher “Reformen” geraten: Bildungsgebühren und die Privatisierung treffen uns alle!

Der AStA der Universität Köln begrüßt am Montag alle neuen Studierenden der Universität. Er nutzt jedes Semester diesen Anlass, um auf Missstände an der Universität aufmerksam zu machen. Dieses Semester wird auf den Mangel an Masterstudienplätzen hingewiesen. Die momentane Praxis sieht nicht vor, dass alle Studierenden mit Bachelorabschluss einen Masterplatz erhalten können. Auf zehn Bachelorplätze fällt derzeit nur ein Masterplatz. Schuld an dieser Situation ist die fehlerhafte Umsetzung des Bologna-Prozesses. Die derzeitige Generation an Studierenden scheint dafür herhalten zu müssen, neue Studienkonzepte zu erproben. Dies ist ein Missstand der nicht hingenommen werden kann.

Sympolisch wird dieses durch das bekannte Spiel „Reise-Nach-Jerusalem“ umgesetzt. Studierende laufen um einen Stuhl und versuchen sich ihren einen Masterplatz zu sichern. Dieses Experiment verläuft unter den Augen der Professoren in einem Käfigs. Ähnlich wie Versuchskaninchen fühlen sich derzeitige Studierende innerhalb der anstehenden bzw. schon umgesetzten Bolognareform.

Diese Aktion ist nur der Auftakt zu einer ganzen Aktionsreihe, unter anderem die “Bildungsperspektive 2010” oder der “Bildungsstreik 2010”, hinsichtlich der kommenden Landtagswahlen.

Die öffentliche Meinung ist eine von der Presse hochgespielte Seifenblase.
(Enzio Hauser)