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„Vernichtung durch Arbeit“

Als einziges deutsches Konzentrationslager in Frankreich ist das ehemalige KZ Natzweiler-Struthof in den Vogesen kaum bekannt. Rund 30 000 Häftlinge wurden in der Zeit von 1941-1944 gefangen gehalten. Das KZ galt als Arbeitslager und als medizinisches Versuchslager. Deutsche Medizinprofessoren der „Reichsuniversität Straßburg“ missbrauchten die Häftlinge für ihre Experimente.
Am 10. November 2007, zum 69. Jahrestag der Reichspogromnacht, fuhr die ver.di-Jugend Saar zur Gedenkstätte des Lagers.

Der Wind peitscht uns den nassen Schnee ins Gesicht, als wir aus dem Bus steigen. Auf 900 m Höhe liegt das Lager, der Bus hat die steile und schmale Straße nur mit Mühe erklommen. Schon bei der Fahrt hinauf konnte man sich die Strapazen der Häftlinge des Lagers ansatzweise vorstellen, die diese Straße selbst erbauen mussten.
Wir suchen zunächst Unterschlupf im neu gebauten Zentrum zum Gedenken an die Résistance. Durch das Lager selbst werden wir nicht gehen können: Die Wege sind vereist, deshalb sind sie geschlossen. Als die Gruppen eingeteilt sind, gehe ich mit der ersten zum Eingang des Lagers.

Am Eingangstor informiert uns unser Gruppenleiter über das KZ. Es bestand von Mai 1941 bis September 1944 und wurde angelegt, um Material aus dem nahegelegenen Steinbruch zu gewinnen. Außerdem wurden Arbeitskommandos eingerichtet, die für den Straßen-, Lager- und Wasserleitungsbau sorgten. Darüber hinaus gab es eine Weberei, die Netze für den Torpedotransport fertigte sowie Reparaturwerkstätten (u. a. auch Junker-Flugzeugmotoren).
Über Natzweiler erhebt sich der Berggipfel La Roche Louise (ca. 1100m). Im September 1940 erschien SS-Standartenführer Blumberg. Er hielt den nördlichen Abhang der Louise für ein KZ geeignet. Es ist ein grausames Gebiet, oft von eisigen Winden heimgesucht und im Winter reichlich mit Schnee versehen. Die Anlage des KZs kostete Ströme von Blut, wie auch die Anlage des steilen Weges dorthin. Das KZ wurde von den Häftlingen selbst errichtet.

Struthof wurde zum NN-Lager erklärt: Zum Nacht-und-Nebel-Lager. Das bedeutete, dass die darin befindlichen Häftlinge spurlos verschwinden sollten. Vor der Familie zu Hause wurde der Aufenthaltsort geheimgehalten. Jeder briefliche Kontakt war untersagt und nach Lage der Dinge auch unmöglich. Das Lager war in übereinander liegenden Terrassen angelegt, auf jeder Terrasse stand an beiden Seiten eine große Baracke, zwischen den Baracken lag der Appellplatz. Die Terrassen waren durch kurze, steile Granittreppen miteinander verbunden – auch diese kosteten viele Menschenleben. An einer Seite führte ein steiler Weg hinunter, an dessen Ende sich Krematorium und Bunker befanden; dazwischen war eine große Grube ausgehoben worden, in die die Asche der Verbrannten geschüttet wurde. Das Lager war von einer doppelten Stacheldrahtumzäunung unter Hochspannung umgeben, dazwischen lief ein schmaler Pfad, auf dem die Wachposten patrouillierten. Es gab Wachtürme, die mit Maschinengewehren und Scheinwerfern versehen waren. Sie tauchten das Lager bei Dunkelheit in grelles Licht, nur nicht bei Fliegeralarm. Nach Schätzungen haben sich etwa 30.000 Gefangene dort aufgehalten. Kurz vor der Evakuierung waren es 7.000, gleichwohl das Lager nur für 1.500 ausgelegt war.
Der Lagerkommandant wohnte in einer Villa mit Schwimmbad nahe beim Tor, dort befanden sich auch die SS-Baracken für die 160 bis 200 Mann starke Bewachungstruppe. Unterhalb des Lagers, in den ehemaligen Gesellschaftsräumen in einer steinernen Scheune des Struthofes, eines Lokals bei den Skipisten, war eine Gaskammer eingerichtet worden. Hier wurde Cyclon B an Gefangenen getestet. Vom Lager nach oben auf die Louise führte ein etwa ein Kilometer langer Weg zum Steinbruch, wo in Tag- und Nachtschichten etwa tausend Mann schwer schuffteten. Der hier abgebaute Granit sollte in der von Hitler erträumten Welthauptstadt Germania Verwendung finden.

Es schaudert uns, als erwähnt wird, dass der Elektrozaun nachts aus Sicherheitsgründen noch immer unter Spannung gesetzt wird. Das wird getan, nachdem Neonazis schon öfters versucht haben das Lager zu zerstören; aus rechten Kreisen ist sehr oft zu hören, dass das KZ Struthof nach dem Krieg zu Propagandazwecken aufgebaut wurde.
Wir stehen etwa zehn Minuten vor dem hohen Eingangstor – wir waren vorbereitet, wussten, dass es kalt sein würde und haben uns deshalb mit dicker Kleidung bis hin zu Mütze, Schal und Handschuhen warm angezogen. Doch auch jetzt schlotterten wir. Kaum auszumalen, wie die Häftlinge frieren mussten in ihrer dünnen Sträflingskleidung, wie sie bei Wind und Wetter schufften mussten. Meine Kamera hatte ich dabei, aber bei dem Wetter war es unmöglich Fotos zu machen. Alles, was man gesehen hätte, wären graue Wolken und Schneetreiben gewesen.

Die Opfer des nationalsozialistischen Terrorregimes wurden aus ganz unterschiedlichen Gründen inhaftiert. So fanden sich neben politischen Häftlingen und Menschen jüdischen Glaubens auch Roma und Sinti, Homosexuelle und auch wirkliche Kriminelle, die man als Berufsverbrecher bezeichnete. Die Gruppe der „Berufsverbrecher“ wurde zur Beaufsichtigung im Lager eingesetzt. Einige dieser „Kapos“ (von ital. Il capo – das Haupt) nutzten ihre Stellung aus, um die Häftlinge zu quälen und demütigen. Die Kapos hatten gegenüber den anderen Häftlingen Privilegien (besseres Essen, Zigaretten, auch Alkohol u. a.). Sie wurden von der SS gezielt ausgewählt, wenn sie bereit waren, sich ihre Privilegien durch besondere Brutalität zu verdienen. Es waren meist Sexualverbrecher, Mörder oder andere Schwerkriminelle.

Neben den „normalen“ Häftlingen gab es zwei weitere Gruppen, die „Nacht-und-Nebel-Häftlinge“ (NN-Häftlinge) und die SU-Häftlinge – Sonderunterbringung. Diese wurden für grausame medizinische Experimente missbraucht: Sterilisationsversuche ohne Betäubung, man überprüfte die Wirkung von Senfgas an ihnen, nahm Fleckfieber- oder Typhusimpfungen vor. Besonders bekannt wurde der Straßburger Anatomieprofessor Hirt, der sich eine Skelettsammlung aufbaute und für seine Vererbungsexperimente sogar Leichen aus dem russischen Kriegsgefangenenlager Mutzig zur Vergnügung bestellt bekam. Da ihm diese aber zu mager waren was auf Grund der üblen Haftbedingungen keineswegs verwunderlich war forderte er Menschen in gutem körperlichem Zustand an. Und er bekam 87 Juden (darunter 30 Frauen) aus Auschwitz. Nach diversen Messungen und Sterilisationsversuchen wurden sie im August 1943 in der Gaskammer des Lagers Struthof ermordet. Dabei verwandte man Blausäure, sodass der Tod innerhalb einer halben bis einer Minute eintrat. Die Straßburger Ärzte waren bei der Vergasung anwesend, die Toten wurden dann in das Institut für Anatomie in Straßburg transportiert, wo man am Ende des Krieges noch mehrere Leichen sowie einzelne Teile vorfand. Auch der damalige Lagerkommandant Krämer war bei der Vergasung zugegen und beobeachtete sogar die Vorgänge im Inneren der Gaskammer. Bei seiner späteren Vernehmung stellte er fest, dass er bei diesen Handlungen keinerlei Erregung empfunden hatte.

Die NN-Häftlinge unterlagen besonderen Haftbedingungen, die nur ein Ziel hatten: Vernichtung durch Arbeit. Das geschah mit System. Man brachte diese Menschen nicht sofort um, sondern nutzte ihre Arbeitskraft unter perversen Bedingungen bis aufs letzte aus. Dies ging sogar soweit, dass sie nach ihrem Tod verbrannt wurden – in einem Ofen, mit dem das Wasser für die Duschen der SS-Mannschaften erhitzt wurde. Auf ihrer Häftlings-Kleidung war mit Ölfarbe NN aufgebracht. Pro Tag erhielten die NN-Häftlinge etwa 800 kcal, bei der schweren Arbeit und dem scheußlichen Wetter hätten sie jedoch weit über das Vierfache gebraucht.

Eine der Strafen, die verhängt wurden, war das „Torstehen“. Hierbei wurden Häftlinge verurteilt stunden- oder tagelang am Tor zu stehen. Sie mussten, die Mütze in der Hand haltend, regungslos verharren und waren sehr oft dem Gespött und der Misshandlung der SS ausgeliefert. Außerdem erhielten sie in dieser Zeit keine Nahrung, sodass viele Häftlinge diese Tortur nicht durchhielten und vor Erschöpfung ohnmächtig wurden.

Obwohl der Wind uns immer noch den Schnee ins Gesicht peitschte, merkten wir den kalten Schauer, der uns über den Rücken ging, als wir durch das Tor schritten. Und dann sind wir drin, sehen rechts den Stacheldraht, durch den damals 500V durchzischten. Grausam. Die Menschen wurden hier noch nicht mal wie Vieh behandelt – in den Augen der Nazis waren sie nichts weiter als Dreck. Zwischen Zaun und dem Weg gab es den etwa einen Meter breiten „neutralen“ Streifen. Die Kapos machten sich oft einen Spaß daraus, die Mütze eines Häftlings in diesen Streifen zu werfen. „Hol Deine Mütze!“ brüllten sie dann; und der Häftling das Lager war übrigens kein reines Männerlager konnte dann wählen: Befehlsverweigerung, auf die die Prügelstrafe stand oder in den neutralen Streifen gehen und vom Wachturm aus erschossen zu werden.

Wir gehen weiter hinein, links von uns die Küchenbaracke. Als wir an dieser vorbei sind, sehen wir auf einem Platz etwas unterhalb einen Galgen. Hinrichtungen wurden öffentlich zelebriert. Die Leichen wurden zur Abschreckung teilweise noch eine Weile hängen gelassen, bevor sie zur Verbrennung ins Krematorium gebracht wurden.
Rechts von uns ist die Kleiderbaracke. Nach unten sind stufenartig die Terrassen angeordnet, ganz unten ist links der Gefängnisbau, rechts das Krematorium mit dem einige Meter hohen Kamin. In der Mitte jeder Terrasse ist ein Appellplatz.
Im Sommer hieß es morgens um 4:00 Uhr aufstehen, im Winter um 6:00 Uhr. Gleich dann hieß es waschen, mit bloßem Oberkörper, egal bei welchen Temperaturen mit eiskaltem Wasser. Dann bekamen die Häftlinge einen halben Liter Ersatz-Kaffee oder Tee oder eine dünne Griessuppe. Darauf folgte der Morgenappell. Alle mussten zugegen sein, sowohl die Kranken als auch die Sterbenden und die Toten. Diejenigen, die nicht mehr laufen konnten, mussten von ihren noch etwas stärkeren Kameraden gestützt oder getragen werden. Der Appell dauerte manchmal stundenlang und die Bedauernswerten waren gezwungen dazustehen, im strammen Stillstand bei Kälte, Wind und Regen in einer vollkommen unzureichenden Bekleidung. Weil die Leute so schwach waren, kam es oft vor, dass sich jemand beim Durchzählen verzählte, sodass es wieder von vorne los ging.
Wenn der Appell dann endlich vom Lagerführer abgenommen war, ging es in die Arbeitskommandos: Steinbruch, Kiesgrube, Reparaturwerkstätten, zeitweilig Baracken- und Wasserleitungsbau. Zwangsarbeit unter furchtbaren Bedingungen bis zum Mittag, wo während einer kurzen Pause jeder einen dreiviertel Liter Suppe erhielt. Danach wurde wieder gearbeitet bis spät am Abend. Wieder im Lager angekommen, mussten die Häftlinge zuerst den Abendappell über sich ergehen lassen, der unter denselben Bedingungen ablief wie der morgens. Nach dem Appell gab es das Abendessen: Einen halben Liter Kaffee-Ersatz oder Tee, 200g Brot und einen kleinen Würfel Margarine. Manchmal wurde nach der regulären Arbeitszeit auch „Strafarbeit“ angeordnet, sodass die Häftlinge, schon todmüde, kaum ein paar Stunden Zeit hatten zum Regenerieren. Ein ehemaliger Häftling: „Die Leichen der während des Tages bei den verschiedenen Kommandos ermordeten Häftlinge mussten am Abend ins Lager gebracht werden und wurden auf den Appellplätzen vor den einzelnen Baracken abgelegt. Alles musste zahlenmäßig stimmen...“

Im Gefängnisbau wurden die Häftlinge zusätzlich misshandelt. In den Zellen des Bunkers sperrte man Häftlinge zwischen drei und 42 Tagen mit Wasser und Brot als Nahrung ein. Wer hingerichtet werden sollte, wurde in die Heizungsschächte drei Tage lang eingesperrt. Diese waren ursprünglich zur Beheizung des Gebäudes gebaut, wurden jedoch nachweislich nie für Heizung genutzt. In diese Schächte wurden drei Menschen eingesperrt, ohne Möglichkeit zu sitzen, aufrecht zu stehen oder zu liegen. Die letzten drei Tage eines Menschen vor seiner Hinrichtung waren voller Qualen und Schmerzen, sodass die Hinrichtung wie eine Erlösung erschien.

Eines der Folterinstrumente war der Prügelbock. Hier wurden Häftlinge, die sich bestimmter „Vergehen“ schuldig gemacht hatten, geprügelt. Für Arbeitsverweigerung gab es 15 Schläge, für Fluchtvorbereitung 25 Stockhiebe. Die Verurteilungen waren aber oft willkürlich. Die Opfer wurden mit Hilfe eines Brettes hinter den Füßen sowie Gurten an den Händen auf den Prügelbock gebunden und auf den nackten Hintern geschlagen. Das Opfer musste die Schläge laut mitzählen, verzählte es sich, ging es von vorne los. Von diesen Torturen waren die Opfer ihr Leben lang gezeichnet, das Fleisch hing danach oft lose, die Wunde wurde nicht versorgt.

Das Krematorium ist in mehrfacher Hinsicht ein Ort des Schreckens. Hier wurden die zuvor gequälten und getöteten Häftlinge verbrannt. Eigentlich war der Ofen für die Verbrennung eines Opfers vorgesehen, es ist jedoch bekannt, dass ein Kapo versuchte fünf Leichen in den Ofen zu stopfen. Das gelang aber nicht. Die Verbrennung der Leichen war insofern für das diensthabende Personal ein Problem, da oftmals mehr Leichen anfielen als beseitigt werden konnten. Der für die Aufbewahrung der Leichen vorgesehene Kellerraum, aus dem die Leichen per Aufzug nach oben geholt wurden, reichte bald nicht mehr aus, sodass die Toten neben dem Ofen gestapelt wurden. Ehemalige Häftlinge berichteten, dass die Leichen manchmal meterhoch lagen und nicht schnell genug verbrannt werden konnten, weil die Kapazität des Ofens erschöpft war. Kamen Häftlinge mit weiteren Leichen nach unten, so rief der Kapo „nach hinten“, dann mussten sie über den Haufen kriechen, um die neuen Leichen hinten ablegen zu können. Als auch dieser Raum voll war, wurden die Körper auch im Freien gestapelt.

Der ehemalige Häftling Floris Bakels berichtete einst: „Als Anfang September 1944 die Alliierten heranrückten und Natzweiler evakuiert werden sollte, gingen die Freiheitskämpfer unten im Tal zu offenem Widerstand über. Ein Teil der männlichen Bevölkerung wurde daraufhin verhaftet und zur Exekution in unser Lager überführt. Zu Hunderten sahen wir sie hereinströmen. Sie wurden nicht registriert, bekamen weder Nummern noch Lagerkleidung, wurden nicht kahlgeschoren oder in Baracken untergebracht, Ihr Weg führte sie geradewegs in Krematorium. Dort wurden sie erst neben dem Ofen gehängt und danach verbrannt. Als dies immer mehr Zeit in Anspruch nahm – es gab nur vier Haken, und die Amerikaner rückten immer näher – verzichtete die SS auf das Hängen und stieß die französischen Widerstandskämpfer ohne weitere Umstände in den Ofen. An diesen Tagen schlugen die Flammen meterhoch aus dem Schornstein des Krematoriums. Über das Lager wehte der Gestank von verbranntem Fleisch. Im Dunkeln verwandelte sich der hohe Schornstein in seiner ganzen Länge zu einem rotglühenden Mal. Er neigte sich leicht zur Seite.“
Im Gebäude befand sich außerdem ein Lager für Tonurnen. Nicht nur dass man die letzten Kräfte der Häftlinge ausbeutete und sie dann noch verbrannte, man trieb lukrativen Handel mit der Asche.
Für 100 Reichsmark konnten die Angehörigen die Asche des Verstorbenen kaufen (offiziell starben sie meist an Herzinsuffizienz oder an Wundkrankheiten nach Hundebissen). Ob sie tatsächlich die Asche ihres Angehörigen bekamen, ist fraglich.

Als wir alle schlotternd da standen, gehen wir endlich noch in die Küchenbaracke. Dort ist es zwar wärmer, aber das Schlottern hat kein Ende. Die Baracke wurde zum Museum umgebaut, die Dokumente zeugen von der minutiösen Organisation dieser Todesmaschinerie. Auch Gefangene malten Bilder, von denen einige dort an der Wand zu sehen sind.

Beim Schreiben dieser Zeilen habe ich nun mehrmals innegehalten und war kurz davor aufzuhören. An einigen Punkten haben mir die Tränen in den Augen gestanden. Aufgeben kommt nicht in Frage – ich muss dieses Erlebnis für andere niederschreiben. Zu wichtig ist es, dass man der unzähligen Opfer des Faschismus gedenkt und sich klar macht, dass so etwas nie, nie wieder passieren darf!

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(Hans Heinz Holz)



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